WIR GEDENKEN DEN VERSTORBENEN
DES SPESSARTBUNDES

Albert Lippert

Liebe Wander- und Heimatfreunde,
der Spessartbund trauert um Albert Lippert. Er ist am 16. November im Alter von 91 Jahren in Heigenbrücken verstorben. Als überzeugter Umweltpädagoge, Naturschützer und Wanderer war er in ehrenamtlicher Funktion über 50 Jahre im Naturschutz und für den Spessartbund tätig. Albert Lippert steht für die erfolgreiche Naturschutzarbeit des Spessartbundes. Der 1925 in Sailauf geborene ausgebildete Lehrer war 1973 bis 1998 Hauptnaturschutzwart. In den 1970er und 80er Jahren hat er Naturschutzkonzepte für den Spessartbund entwickelt, die in den nachfolgenden Jahren als beispielhaft vom Landesverband Bayern und vom Bundesverband übernommen wurden. Ihm ist zu verdanken, dass 1981 der bayerische Staatsminister für Umwelt- und Naturschutz, Alfred Dick, an der Naturschutzwartetagung in Weibersbrunn teilnahm. Als Naturschutzwart des Bayerischen Wanderverbandes wurde er Mitglied im Landesnaturschutzbeirat und im Landesplanungsbeirat. In seiner Funktion als Naturschutzwart des Deutschen Wanderverbandes wurden unter seiner Leitung ab 1982 die Naturschutzgrundsatzerklärung sowie mehrere Resolutionen erarbeitet. Im Spessartbund wurde unter seiner Führung im Jahre 1981 der Naturschutzwart auf Ortsgruppenebene, der Gaunaturschutzwart und der Hauptnaturschutzwart auf Spessartbundesebene installiert und mit Aufgaben und Kompetenzen versehen. In der von ihm erarbeiteten „Naturschutzmappe für den Naturschutzwart im Spessartbund“ wurde der Aufgabenbereich vorbildlich geregelt sowie die Gesetzesgrund  lagen beschrieben.

Albert Lippert setzte sich vor Ort engagiert für die Neu- oder Wiedergründung von Spessartbund-Ortsgruppen ein. Er gründete 1955 den Gau Aschafftal und war dessen Vorsitzender bis 1996. Schon 1950 begleitete er die Wiedergründung des Vereins in Heigenbrücken, der ihn später mit der Ausweisung des Albert-Lippert-Weges ehrte. Bis zuletzt lag ihm diese Ortsgruppe besonders am Herzen, wie auch die Reform des Spessartbundes. Er wirkte unter andrem bei der Gründung der
Ortsgruppen in Sailauf (1959), Weibersbrunn (1973), Heinrichsthal (1974) und Rothenbuch (1976) mit. Aufgrund seines unermüdlichen Einsatzes wurde er zum Ehrenmitglied der Ortsgruppen Heigenbrücken und Sailauf ernannt.

Darüber hinaus war er 1956-58 Leiter der Geschäftsstelle des Spessartbundes. 1955-75 war er Mitglied des Jugendbeirates und arbeitete im Kreis- und Bezirksjugendring mit. Als Gründungsmitglied des Schullandheimwerkes Unterfranken (1972) konnte er 1984 federführend bei der Gründung des Schullandheims Hobbach mitwirken. Sein ehrenamtliches Engagement spiegelt sich in den zahlreichen Auszeichnungen wider, die er über Jahrzehnte hinweg erhalten hat. So war er Ehrenmitglied und Träger der höchsten Auszeichnung des Spessartbundes, der goldenen Ehrennadel. 1994 er hielt er die goldene Ehrennadel des bayerischen Landesverbandes für langjährige Verdienste. Die bayerische Staatsmedaille für Verdienste um Schutz, Gestaltung und Vermittlung einer gesunden Umwelt wurde ihm 1972 verliehen. Im europäischen Naturschutzjahr 1995 berief ihn Bundesumweltminister Klaus Töpfer in den Deutschen Naturschutzring, wo er später als Vizepräsident gewählt wurde. Mit seinem Grundsatz „Der Wanderer ist ein Naturschützer“ setzte er einen Maßstab für den Spessartbund, der heute noch gültig ist. Durch sein Engagement hat er Spuren hinterlassen, die den Spessartbund auch in Zukunft begleiten werden. Wir gedenken seiner in Dankbarkeit.

Die Vorstandschaft des Spessartbundes

Helmut Stowasser

Helmut Stowasser verstorben 

Im Alter von 65 Jahren ist Helmut Stowasser plötzlich und unerwartet verstorben. Wir verlieren damit ein langjähriges, sehr engagiertes Vorstandsmitglied und einen aktiven Wanderführer im Spessartbund.
Helmut Stowasser war nicht nur langjähriger Vorsitzender des Gaus Hohe Wart mit acht Spessartbund-Ortsgruppen in Stadt und Kreis Aschaffenburg, sondern auch 11 Jahre lang Mitglied der Vorstandschaft, Mitglied im Wanderbeirat des Spessartbundes sowie Mitglied bei den Lustigen Wanderfreunden Winzenhohl.
Seine Themenwanderungen waren weithin bekannt und im Schnitt nahmen daran 30 Wanderer teil. 2015 organisierte er fünf Wanderungen und eine Radtour rund ums Wasser. 2016 ging es in acht Touren um das Thema Bier und 2017 war er mit den Wanderern unterwegs zu Getreide und Korn. In diesem Jahr stand auf seiner Ideenliste unter anderem der Besuch von Bäckereien der Region.
Sehr wichtig war Helmut Stowasser die Tradition des Gauwimpels, den er als Symbol für die Gemeinschaft bei Veranstaltungen stets in den Mittelpunkt stellte.

“Die Trauerfeier mit Beisetzung unseres ehemaligen Gauvorsitzenden, Mitgliedes der Vorstandschaft, Wanderführers und Wanderfreundes Helmut Stowasser findet am Freitag Nachmittag um 14 Uhr auf dem Waldfriedhof in Haibach statt.”  

Die Vorstandschaft des Spessartbundes  

 

Herbert Schuck

Liebe Wander- und Heimatfreunde,

wir müssen euch eine traurige Botschaft übermitteln: Am 23. Oktober ist Herbert Schuck, ehemaliger Hauptwegewart, Hauptwanderwart und Vorsitzender der Wanderjugend, nach langer und schwerer Krankheit im Alter von 65 Jahren verstorben.

Mit ihm verbinden wir ein Leben im Einsatz für die Spechte, zu Beginn in der Wanderjugend und als deren Vorsitzender 1976-87. In dieser Zeit trieb er mit seinem Team den Umbau des Spessartbund-Wanderheims in Heinrichsthal zu einem Übernachtungs- und Freizeitheim voran. Als Hauptwanderwart 2002-06 leitete er den Generationswechsel im Wanderbereich, modernisierte die Wanderführerausbildung und legte die Basis für den heute so erfolgreichen Kernbereich des Spessartbundes. Das umfangreichste Projekt seines Wirkens im Spessartbund war die Neustrukturierung und -markierung des Wanderwegenetzes in der Region in seiner Zeit als Hauptwegewart (2006-12) zusammen mit seiner Frau Heidrun, die dieses Projekt fortführte. Das heutige Wegemanagement basiert auf dieser großen Leistung.

Hinzu kommt die große Unterstützung, die er “nebenbei” für den Spessartbund geleistet hat, wie sein Einsatz bei der Einrichtung der neuen Geschäftsstelle in der Treibgasse und seine Mitarbeit in den Landesverbänden und im Bundesverband.

Der Spessartbund verliert mit Herbert einen ideenreichen steten Antreiber, der immer zur Stelle war, wenn wir Hilfe benötigten. Er war mit ganzem Herzen dabei, packte an, wenn es etwas zu tun gab und ließ sich nicht von Schwierigkeiten beeindrucken. Der tückischen Krankheit, die ihn befiel, stemmte er sich über Jahre entgegen mit Heidrun an seiner Seite. Jetzt hat er seinen Frieden gefunden. Wir Wander- und Heimatfreunde gedenken seiner in stiller Trauer. Unser Beileid gilt seiner Frau Heidrun und den beiden Töchtern Eva und Judith mit ihren Familien.

Die Vorstandschaft des Spessartbundes