Mittwoch, 11. März, 19.30 Uhr, Sitzungssaal des Rathauses Mömbris, Schimborner Straße 6 in 63776 Mömbris
Wenn Funde sprechen … Alltag auf der Burg Mömbris im Spiegel archäologischer Quellen
Vortrag von Harald Rosmanitz
2019 brachten ehrenamtliche Helfer gemeinsam mit Archäologen in den einzelnen Besiedlungs- und Zerstörungshorizonten ein reichhaltiges Fundgut zu Tage.
Das Verständnis der hoch- und spätmittelalterlichen Burg Mömbris als wesentlicher Bestandteil der Ökonomie einer Landschaft lässt sich über die Fundstücke anschaulich herausarbeiten. 362 besonders interessante Einzelfunde wurden erfasst, 115 davon wurden restauriert. Die Bandbreite reicht von Geschirr aus Keramik über Trinkgläser und Werkzeuge aus Eisen bis hin zu einem Buchbeschlag aus Buntmetall. Was in den Boden gelangte, sei als Abfall oder bei Zerstörungen, wurde als wertlos erachtet. Alles Wiederverwertbare wurde nachträglich den Schuttschichten wieder entnommen. Der Archäologe ist somit auf kaum wiedererkennbares Stückwerk angewiesen, dessen Funktions- und Sinnzusammenhänge über wenige vollständig erhaltene Vergleichsstücke herzustellen sind. Ähnlich wie bei einem Mosaik lässt sich Fundstück für Fundstück der Alltag der Burgbewohner nachvollziehen.
Eine Veranstaltung des Marktes Mömbris, des Vereins „Kulturlandschaft Kahlgrund“ e.V., der Universität Würzburg und des Archäologischen Spessartprojekts – Unterfränkisches Institut für Kulturlandschaftsforschung an der Universität Würzburg