Irland – grüne Perle am Meer, 7. bis 16. Sept. 2018

oder auch schäumende Gicht und fliegende Zucchinischeiben

Unter Leitung von Uwe Brüggmann, im Spessartbund Vorstand für Fortbildung, starte in Breitenborn am Betriebshof des Reiseunternehmens Favaro’s Touristik dieses Abenteuer. Am Aschaffenburger Hauptbahnhof war die bunt zusammengewürfelte Gruppe aus verschiedenen Ortsgruppen komplett. Ohne große Staus erreichten wir den gigantischen Hafen von Rotterdam. Unser Fahrer Torben und seine Frau Petra Lübcke, die den Bordservice innehatte, fanden schnell die Anlegestelle der Fähre und wir gingen an Bord. Personal stand bereit, um uns den Weg zu unseren gebuchten Kabinen zu weisen. Gestärkt am leckeren Buffet verfolgten wir vom Deck aus interessiert das Anlegemanöver. Nach ruhiger Nacht und ausgiebigem Frühstück erreichten wir den Hafen von Hull. Hier hieß es geduldig warten bis unser Bus die Zollkontrolle passiert hatte. Nonstop durch England und Wales erreichten wir die Fähre nach Irland um 14 Uhr. Gespannt standen wir im Wind und sahen die Insel auf uns zukommen. Nach der Dürre zu Hause schmerzten fast die Augen bei so viel Grün!

Am nächsten Morgen erwartete uns eine deutsche Stadtführerin und zeigte uns zu Fuß die vielfältigen Facetten von Dublin. Abends erreichten wir die Westküste. Unser Hotel lag direkt am Spanish Point. Tosende Wellen, die an die felsige Atlantikküste schlugen, ließen erahnen, weshalb hier die Spanische Armada 1588 auf der Suche nach Wasser und Nahrungsnachschub zu Bruch ging und 5-7000 Seeleute ertranken und von den 30.000 Mann Besatzung sieht kaum ein Drittel die heimatlichen Küsten wieder.

Im Burren-Nationalpark (sinngemäß „steiniger Ort“), einer von Eis, Regen und Wind geschaffenen Mondlandschaft mit seinen Kalksteinplatten startete unsere erste Wanderung. Begleitet von den von Bauern kunstvoll aufgeschichteten Steinmauern, die die Schaf- und Kuhweiden begrenzen, durchwanderten wir das Gebiet. Wind und Regen setzte uns zu, der felsige Untergrund verlangte höchste Konzentration. Nach einem Abstieg durch eine Gesteinsrinne waren wir froh den Bus zu sehen.

Nachdem über Nacht die Ausrüstung weitgehend getrocknet war, hatten wir an den Cliffs of Moher, der bis zu 200 m senkrecht ins Meer abfallenden Steilküste, mehr Glück auf unserer abwechslungsreichen Tour nach Doolin: Immer wieder neue Blickwinkel, Rinnsale die durch Aufwinde zu kräftigen Duschen werden oder die zu Boden gefallenen Zucchinischeiben wie Frisbee-Scheiben durch die Luft zurück an Land fliegen ließen. Atemberaubend!

Am nächsten Morgen fuhren wir mit der Fähre über den Shannon River. Eine Passstraße führte uns auf 456 m zur Dingle-Halbinsel in der noch gälisch gesprochen wird. Wilde Fuchsien-Hecken, exakt aufgeschichtete Steinmauern, lebende Hecken. Immer wieder wechselten die beeindruckenden Aussichten auf den Atlantik mit seinen vorgelagerten Inseln auf den engen Straßen des Slea Head Drive, an denen keine zwei Busse aneinander vorbei kamen. Alte Steinhäuser – so genannte Bienenkorbhütten entdeckten wir bei unserer Wanderung. In der kleinen Hafenstadt Dingle probierten wir Fish & Chips oder auch das berühmte Eis, fotografierten den Delfin Fungie, der garantiert immer zu sehen ist.

Von Killarney aus kämpfte Torben auf dem Ring of Kerry, der berühmten Panoramastraße, immer wieder um einen Stellplatz für den Bus an den zahlreichen Aussichtspunkten. Wir genossen die Wanderung im Killarney Nationalpark mit seinen uralten Eichenwäldern, über Brücken und am Seeufer entlang zurück zu unserem Hotel.

Es hieß Koffer packen, Heimfahrt, die Zeit war im Flug vergangen.

Text: Heidrun Schuck
Bilder: Spessartbund

Anreise

Wandertag 1

Wandertag 2

Wandertag 3

 

Wandertag 4

Heimfahrt