Am letzten Samstag im September starteten 16 Wanderer des Wandervereins Wanderlust Breunsberg am Parkplatz bei Heyeiler im Hunsrück zur ersten Traumschleife, der Baybachklamm. Diese mittelschwere Tour führte uns über rund 11 km und 413 Höhenmeter durch naturbelassene Bachtäler und Höhenlagen mit phantastischen Fernblicken in die Eifel und auf die Burg Waldeck. Immer wieder galt es schroffe Felsen zu erklimmen. An einigen Stellen des Schiefergesteins helfen eingeschlagene Stufen und Seilsicherungen, um die Abstiege sicher zu meistern. Doch nicht nur diese Klippen bereicherten diese Tour, auch mehrere Tafeln an Felsenhöhlen für Fledermäuse, einer alten Mühle und dem Schinkaul (einer Grube, in der früher verendete Haustiere entsorgt wurden) bereicherten die Tour mit Hinweisen auf die Geschichte dieser Region. Nach der Vesper an einem sonnigen Rastplatz folgte eine Kaffeepause in der tief im Tal gelegenen Schmausemühle. Danach ging es durch üppige Wälder recht steil nach oben zur Steffenskapelle mit dem weiten Blick in die Eifel.
Nach insgesamt etwa 5 Stunden erreichten wir wieder unseren Parkplatz und fuhren an den Rhein, um mit der Fähre Loreley nach St. Goarshausen zu unserem Hotel überzusetzen. Die Abendsonne lockte uns an das Rheinufer, um frischen Federweiser oder typischen Riesling vom Rheingau zu genießen.
Der Sonntag empfing uns an der Rheinfähre mit einem strahlenden Sonnenaufgang über die Loreley bei Temperaturen knapp über der Frostgrenze. Über dem Rhein lagen Nebelschwaden, aus denen die vorbeifahrenden Schiffe urplötzlich auftauchten. Unsere Autofahrt führte nun wieder in den Hunsrück bis nach Oppenhausen. Hier starteten wir zur 2 Traumschleife, der Ehrbachklamm mit der Schöneckschleife. Insgesamt galt es rund 15 km und gute 800 Höhenmeter zu bewältigen. Die reine Gehzeit war mit 6 Stunden gut angesetzt. Diese Tour liegt zwischen Mosel und Rhein, zwischen Burgen und Schlössern. Unterwegs gab es eindrucksvolle Aussichtspunkte, wenn erst mal die Höhen erklommen waren und dann wieder teilweise sehr anspruchsvolle, gesicherte Abstiege über
das Schiefergestein. In der Ehrbachklamm erwartete uns eine unberührte Natur mit Wasserfällen und vielen Holzbrücken. Die Wege sind insgesamt sehr gepflegt und gut zu laufen. Nach gut der Hälfte des Weges erreichten wir die Burg Schöneck, die sich in Privatbesitz befindet und deshalb nicht besichtigt werden konnte. Diese liegt auf einer Anhöhe mit einem sehr guten Fernblick. Der Weg führte dann über landwirtschaftliche Freiflächen und teilweise naturbelassene Wälder zurück nach Oppenhausen. Dort trafen wir uns mit den „Nichtwanderern“ zu dem Abschlussessen in dem Gasthaus Tenne. Die Bilanz für diese beiden erlebnisreichen Tage sind insgesamt rund 28 km mit gut 1.200 Höhenmetern bei sonnigem Wanderwetter.
 
Wanderführer: Helmut Rausch